Anders leben - warum nicht?

Corona – meine ganz persönlichen Gedanken, Beobachtungen, Fragen und Wünsche  … 

 

Fernsehen

Jeden Abend senden  ARD und ZDF Sondersendungen zum Thema Corona.

Mal liegt der Schwerpunkt z. B.  auf der Veränderung im Alltag, mal beim Sport. Es werden auch gern mal „alte“ Corona-Beiträge wiederholt.

 

Ich frage mich, wie lange werden die Sender das durchhalten, bzw. das durchziehen, wenn die Pandemie noch Monate oder Jahre dauern sollte? Keiner von uns weiß, wie die Zukunft aussehen wird. Bei der sich fast täglich ändernden Lage. Was heute so ist, kann morgen schon wieder völlig anders sein.

 

Mein Wunsch:

Tägliches Update von 10 Minuten nach den Hauptnachrichten.

Inhalt:

  • aktuelle Zahlen,
  • Forschungsergebnisse,
  • Vorschriften (z. B. Maskenpflicht) und
  • immer wieder die Info zur Abstandsregel
  • usw.

 

Politik

Es finden Sondersitzungen, Telefonkonferenzen usw. statt. Bundes- und Länderregierungen beraten und besprechen die aktuelle Situation und das weitere Vorgehen. Sicherlich unter Einbeziehung von Fachleuten.

Kaum ist jedoch eine Entscheidung verkündet, da gibt es auch schon die ersten Abweichler bei den Länderchefs.

 

Ich frage mich:

Haben da einige immer noch nicht verstanden, worum es geht?

Es geht um Menschenleben. Wenn Menschen nicht mehr leben, dann lebt auch keine Wirtschaft mehr.

Wie soll ich als Bürgerin der Politik vertrauen, wenn das gerade aufgebaute Vertrauen, sofort wieder zerstört wird. Mir scheint es, dass einige Politiker Angst haben, mit den Wählern zu diskutieren und zu argumentieren. Lieber vieles lockern. Hauptsache man bekommt keinen Gegenwind.

 

Und Weihnachten braucht sich dann keiner mehr fragen: „Wer nimmt Oma.“

 

Ich denke, dass der ein oder andere Bürger vor seiner Unwissenheit und seinem fehlenden Gespür für die Realität geschützt werden muss.

Ich bin eine ziemlich kritische, nachfragende und nicht alles glaubende Bürgerin und aus diesem Grund informiere ich mich nicht nur über die Berichte in den sozialen Medien, sondern nutze überwiegend die Originalquellen, z. B. der WHO, des RKI, der Charité (Prof. Drosten), um mir ein umfassendes Bild über Corona zu beschaffen.

 

Und ich habe ein Langzeitgedächtnis, das sich die Aussagen und Handlungen von Politikern merken kann ...

 

Menschen

Ein fast weltweiter Lockdown ist sicherlich das schlimmste was uns wirtschaftlich passieren kann bzw. konnte. In vielen Ländern ist das Leben jetzt so ganz anders ...

 

Wir alle schweben, denn wir wissen noch nicht genau:

  • wie genau sich Corona verbreitet und wie man sich genau ansteckt (Luft, Wasser, Niesen, Husten, geschlossene Räume, Lebensmittel …)
  • ob man immun ist, wie nach einer Maserninfektion oder nicht, wie bei einer banalen Erkältung
  • ob man kurz-, mittel-, langfristig Schäden nachbehält oder ob Schäden/Krankheiten erst Jahre später auftreten. Das ist interessant, wenn man jetzt keine Symptome hat/hatte, die man merkt/merkte
  • ob und wann es ein Medikament oder eine Impfung geben wird und ob diese vertretbare Nebenwirkungen haben wird
  • ob wir überhaupt diese Pandemie besiegen werden.

 

Mit diesen Fragen im Hinterkopf, sind mir manche Handlungen und Einstellungen von Mitbürgern ziemlich unverständlich. Wie zum Beispiel …

Die Menschen, deren Lebensinhalt es ist, ins Café oder Restaurant zu gehen oder das Shoppen so vermissen, weil sie es „so lange nicht konnten“.

Wir sprechen hier gerade mal von sechs Wochen!

 

Ich frage mich: Haben die nichts verstanden?

  • Wir spielen hier kein Computerspiel.
  • Das hier ist echt.
  • Wir haben echte Tote.
  • Wir haben noch keine echte Heilung.
  • Wir haben noch echt viel zu tun.

 Ich habe das Gefühl, dass gewisse Menschen noch echt viel lernen müssen.

 

Auch der Satz

„Ich fühle mich eingesperrt“

 

regt mich auf.

 

Ich frage mich dann wo und wieso fühlen die sich eingesperrt?

Wir leben in Deutschland. Viele von uns können den ganzen Tag an der frischen Luft verbringen.

Wir können chatten, chillen und grillen.

Wir können telefonieren, mailen, skypen usw.

Natürlich nervt es mich auch, nicht so leben zu können wie sonst. Aber es geht nun mal nicht. Es sind doch erst wenige Wochen. Und nochmals, wir leben in Deutschland und haben im Vergleich zu anderen Ländern, ziemlich weite Ausgangsregeln.

 

Am Anfang der Corona-Pandemie schrieb jemand in den sozialen Netzwerken sinngemäß „Leute seid froh, es ist nur Corona, keine Atomwolke.“

Ich finde da ist was dran. Wir stehen (noch) nicht vor einem Atomkrieg. Auch erwarten wir wahrscheinlich in der nächsten Zeit keinen großen Meteoriteneinschlag, der die Erde komplett oder teilweise unbewohnbar macht.

 

Wir können es wahrscheinlich schaffen, Corona einigermaßen zu überstehen. Allerdings nur, wenn alle mitmachen.

Und so schwer ist das doch gar nicht – oder?

  • Einfach 1,5 bis 2 Meter Abstand halten.
  • Andere nicht anhusten oder anniesen.
  • Hände mal öfter und länger waschen.
  • Spazieren gehen, da wo wenige andere Menschen sind. 
  • Shoppen nur das, was nötig ist, d. h. bummeln kann man später immer noch. 
  • Möglichst nicht mit der kompletten Familie in das Geschäft, Supermarkt usw. gehen, dann klappt es mit dem Abstand im Geschäft auch besser. Manche Geschäfte lasse sowieso nur eine begrenzte Anzahl von Kunden rein. Das ist keine Schikane, sondern dient nur der Vermeidung der Ansteckung. Je weniger (mögliche coronainfizierte) Finger irgendwo anfassen, desto besser..
  • Abholung und Lieferservice von Restaurants nutzen.
  • Kleine Bäckereien unterstützen.
  • Viele kleine Läden sind auch im Internet aktiv. Diese verdienen es, unterstützt zu werden.
  • Und vieles mehr.

Ich verzichte lieber jetzt und kümmere mich Weihnachten um Oma.