Kleinkariert durch's Leben

Ich konnte den Sportplatz und den großen Hof sehen. Ein Hof mit vielen Spielgeräten. An einen sichtbaren Zaun, der diesen Hof umschloss, kann ich mich nicht erinnern. Sehr gut in  Erinnerung ist mir geblieben, dass die anderen Kinder und ich sehr viel Platz zum Spielen, Erkunden … hatten. Es war eine wunderschöne Zeit. Eine Zeit, in der die anderen und ich richtig Kind sein durften. O. k., das haben wir damals wahrscheinlich nicht so wahrgenommen und rückblickend ist das auch vielleicht ein wenig verklärt. Aber schön war es trotzdem.

An diese Zeit erinnere ich mich heute besonders dann, wenn ich manch eine neue Kita im Jahr 2019 sehe. Ein Beispiel ... Da umschließen ungefähr 1,50 m hohe Drahtzäune das Kita-Gelände, welches an einer Hauptstraße liegt. Und nicht nur das, es sind auch noch Zwischenzäune aufgestellt. Wenn ich die Kids hinter diesen Zäunen sehe, denke ich an meine Kita-Zeit und die daraus resultierende Prägung. Ja, ich liebe die Weite. Damals schon und heute immer noch. Aber zurück zu der Kita.  Ich frage mich dann, an was sich diese Kinder erinnern werden, wenn sie erwachsen sind? Kleine Kinder, die durch "kleinkarierten" Drahtzaun schauen, geben diesen ein Gefühl von "Schwedischen Gardinen". Vielleicht soll das so sein. Möglicherweise hat das Ganze einen pädagogischen Hintergrund, den ich nicht erkenne. Als Außenstehende und Beobachterin tun mir diese Kinder aber einfach nur leid. Ich muss dann wieder an meine Vorschulzeit, an den Hof sowie die gefühlte und erlebte Weite denken und bekomme ein Lächeln ins Gesicht.

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